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Kindheit heute, Kindheit damals
Der Text ist lesenswert. Die
Nachkriegsgeneration wird in Erinnerungen schwelgen. Die Nachgeborenen
bekommen eine Ahnung, was der Wohlstand ihnen genommen hat. Und
schließlich wird bewusst, wie überreguliert, von Gesetzen
und Verordnungen geradezu stranguliert Deutschland 2008 ist.
Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun. Kinder von heute werden in Watte gepackt. «
Wenn du als Kind in den 50er-, 60er- oder 70er-Jahren lebtest, ist es
zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben
konnten! Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und
ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben
voller Blei und Cadmium. Wir sind auf Bäume gestiegen, die nicht
vom TÜV geprüft waren und wussten, dass man Kirschbäume
besser meidet, weil sie leicht brechen.
Wir sind auf Seen Schlittschuh gelaufen, ohne dass sie amtlich
freigegeben waren. Wir haben in Flüssen ohne Klärwerke
gebadet, in Seen ohne Badeanstalt. Das Bad wurde nur ein Mal in der
Woche geheizt, und einen Föhn gab es nicht.
Wenn es kalt wurde, hat man sich wärmer angezogen und nicht die
Heizung höher gedreht. Im Omnibus wusste der Schaffner noch den
Preis, und am Bahnhof gab es jemanden, der Fahrkarten verkaufte, und
die Bahn konnte sich fast jeder leisten. Zwetschgen musste man
aufsammeln, Apfel pflücken und Nüsse selber knacken. Die
Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten
öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und
Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere
Fingerchen. Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken
Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Es gab kaum
Allergien.
Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der
ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten.
Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den
ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die
Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren - und wir
hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen
Knochen und Zähne, und niemand wurde des wegen verklagt. Es waren
eben Unfälle. Niemand hatte Schuld, außer wir selbst.
Keiner fragte nach «Aufsichtspflicht«. Kannst du dich noch
an »Unfälle« erinnern? Wir kämpften und schlugen
einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es
interessierte die Erwachsenen nicht. Wir aßen Kekse, Brot mit
dick Butter, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir
tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche, und niemand starb an
den Folgen. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64,
X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet.
Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der
Straße. Oder wir marschierten zu deren Heim und klingelten.
Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach
hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern.
Keiner brachte uns, keiner holte uns. Wie war das nur möglich?
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.
Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen
trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen
für immer weiter, und mit den Stöcken stachen wir nicht
besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur
mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit
Enttäuschungen klarzukommen.
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten
durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte nicht zu
emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der
Leistungsbewertung. Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war
klar, und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen eine
Regel verstoßen hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht aus
dem Schlamassel heraushauen. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen
Meinung wie die Geschädigten! So etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen
Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem
wussten wir umzugehen.
Und du? Gehörst du auch dazu? Dann herzlichen Glückwunsch!
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Rücksicht
Hier bei uns im Koog, sind einige der Meinung, dass
sie entgegen jeglicher Vernunft auf den Landwegen
und Straßen trotz Verschmutzungen durch Erntearbeiten
100 Km/Std fahren dürfen.
Ich bitte um mehr Rücksicht, für die Schwächeren im Straßenverkehr.
§ 1 StVO
Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass
kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den
Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
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